27. Januar 2011

Handwerker-Terror

Category: Allgemeines Jammern,Handwerker — jammermaier @ 14:36

Wer hat eigentlich erlaubt, dass Handwerker ab 7 Uhr arbeiten dürfen? Das ist doch sicher nicht gut durchdacht. Seit heute latschen Maler durch unser Treppenhaus. Um 7.20 Uhr wurde ich durch Stimmen geweckt. Laute Stimmen. Lachen. Wie kann man um diese Uhrzeit bloß schon lachen? Und dann, um 7.40 Uhr packten sie ein Gerät aus, dass sich wie eine Mischung aus Bohrer und Kreissäge anhörte. Als heutigen Höhepunkt ging dann plötzlich meine Wohnungstür auf (der Schlüssel steckt außen immer) und ein Malermeistergesicht starrte mich und mein Schlafgewand erschrocken an. “Hallo!??” sagte ich und er murmelte beschämt was davon “ob man an der Tür auch was machen müsste”, ja was weiß ich denn? Bis gestern wusste ich nicht mal, dass das Treppenhaus neu gemacht wird. Vermutlich werden sie morgen früh um 7 Uhr meine Tür aushebeln. Denn den Schlüssel hab ich jetzt abgezogen. Ich möchte nicht riskieren, dass sich durstige Malergesellschaften über meine Schnaps- und Biervorräte hermachen. Ich brauche die noch, damit ich mich heute abend so wegballern kann, dass ich um 23 Uhr schlafen kann, denn “um sieben ist die Nacht rum”.

23. Juni 2010

Anblick des Grauens

Category: Absolute Katastrophen,Mitmenschen — schmoellerkoeller @ 14:27

Habe auf meinen Reisen und in Deutschland schon viel gesehen und über Geschmack läßt sich ja auch streiten. Aber es gibt Dinge, die gehen überhaupt nicht. Viele Menschen haben einen sehr eigenen Kleidungsstil, was man ja eigentlich akzeptieren sollte.
Vorgestern habe ich gedacht, dass darf doch wohl nicht wahr sein. Eine meiner Kolleginnen stand mit Trekking-Sandalen vor mir. Da es recht kalt war und sie vielleicht auf die schnelle keine anderen Schuhe gefunden hatte, hat mich schon gewundert. Als ich dann bei genauerem Hinsehen entdeckte, daß sie hautfarbene Feinstrümpfe trug, hat mich der komplette Glaube an meine Mitmenschen verlassen. An handgestrickte und geringelte Socken, Tennissocken oder auch an sonstige Fußwärmer in Sandalen habe ich mich in der Zwischenzeit gewöhnt, aber das war wirklich mal was neues.

29. April 2010

Amerikanische Firmen im Ausland

Category: Allgemeines Jammern,Konsum,Mitmenschen — schmoellerkoeller @ 15:46

Sollten Mitarbeiter von amerikanischen Fast-Food-Tempeln außerhalb der USA nicht wenigstens die Bestellung in Englisch aufnehmen können? Die Antwort lautet wohl nein. Diese Erfahrung mußte ich dieses Jahr wieder einmal machen. Komischerweise aber immer nur in französisch sprechenden Ländern dieser Erde.
Stehe also an der Kasse beim “gelben M” und ordere sogar auf französisch meine Pommes. Von der Mitarbeiterin gegebenüber kam leider nur ein Blick mit großen Augen und einem Tick Hilflosigkeit zurück. Nachdem ich versuchte meine Pommes auf Englisch zu bestellen hatte ich immer noch ein leeres Tablett vor mir liegen.
Nachdem sie ihren Chef um Hilfe bat und wir dann in einem Sprachgewirr und mit vielen Gesten und dem Wink auf die Speisekarte die Sache geklärt hatten, bekam ich Pommes mit ner Tüte Majo. Eine Trefferquote von immerhin 90%. Eigentlich wollte ich nämlich Ketchup. Wäre es da nicht einfacher, seinen Mitarbeitern die Muttersprache des Konzerns beizubringen. Wenigstens die 20 Wörter, welche sich auf der Speisekarte befinden. Habe echt versucht, die Pommes in Landessprache zu bestellen, sogar mit einem netten s’il vous plaît am Ende.
Den nächsten Reinfall erlebte ich bei einer großen Kette mit rotem Schriftzug, welche Tonträger und Bücher verkauft.
Nachdem ich schon knapp eine Woche lang versucht hatte ein englisches Buch aufzutreiben, dachte ich, ich hätte die Lösung. Denn ein amerikanisches Unternehmen müsste doch in der Lage sein, weltweit Bücher für seine Landsleute anzubieten.
Wieder ein Irrtum. Nachdem ich voller Hoffnung dem Verkäufer auf französisch meine Lage geschildert hatte führte er mich zu einem Regal mit englischen Büchern.
Regal ist in diesem Fall aber etwas übertrieben. Es handelte sich eher um ein Brett in Bodennähe, auf dem sage und schreibe ca. 9 Bücher zu finden waren. 2 davon standen auf dem falschen Platz, weil sie nicht in englisch geschrieben waren, 4 davon waren halb englisch und halb französisch (wahrscheinlich um die Sprache zu lernen) und die restlichen 3 waren so alt und uninteressant, dass ich aufgab.
So blieben mir noch ein paar Tage mit französischem TV, da versteht man wenigstens die Bildsprache.

9. März 2010

Unerwünschte Ratschläge

Category: Allgemeines Jammern,Mitmenschen — plinsepetra @ 02:58

Wieso glauben manche Leute eigentlich, sie müssten immer ungefragt ihren Senf dazugeben? Ich rede jetzt nicht von Familie oder engen Freunden, sondern von fast unbekannten Personen, die trotzdem glauben, sie wüssten ganz genau, was man wie tun sollte.
Den Typ, von dem ich rede, sehe ich alle paar Wochen mal, wenn wir mit unserer Gruppe wandern gehen. Ich habe aber keinen echten Draht zu ihm, und wir reden nicht über private Dinge.
Er hat für so ziemlich jeden “gute” Ratschläge, die er grundsätzlich ungefragt verteilt. Person A riet er, immer morgens Yoga zu machen, und nicht abends. Person B zeigte er Schritt für Schritt, wie sie am besten den Berg mithilfe ihres Stocks heruntergehen sollte. Und zu mir sagte er heute, nachdem er mein Profilfoto gelobt hatte (das war ja noch nett): ”Du solltest Deine Haare wachsen lassen!” (Originalton). Nicht “Was würdest Du denn davon halten,…?”, nein, als Anweisung. Da ich eh empfindlich auf Ratschläge reagiere, vor allem von Leuten, die mich überhaupt nicht kennen (schon mal jeden Tag Haare geföhnt? Das nervt gewaltig!), antwortete ich, dass meine Familie schon seit fast 30 Jahren versucht, mir das beizubringen (was aber etwas übertrieben war, meine Familie hat es irgendwann eingesehen) und keinen Erfolg hatte, und dass ich sicher nicht auf ihn hören würde.
Guter Ratschlag von mir: Haltet doch einfach mal die Klappe und wartet, bis Ihr explizit um Rat gefragt werdet!

9. Februar 2010

Blindengerechter Hörfilm

Category: Allgemeines Jammern,Dummheit,Mitmenschen — jammermaier @ 16:47

Zu lesen hier.

29. Januar 2010

18 Euro Eintritt

Category: Allgemeines Jammern,Konsum — jammermaier @ 17:25

Im übertragenen Sinne waren ca. 18 Euro mein Einsatz für einen Besuch beim Zollamt. Ich bin jetzt wieder um eine Erfahrung reicher. Bereits insgesamt zum dritten Mal bestellte ich letzten Dezember eine Packung Omega 3 Kapseln (das ist dieses Fischöl) in den USA. Im Dezember davor und im Juli desselben Jahres wurde mir meine Bestellung ohne Probleme geliefert. Dieses Mal jedoch fand ich eine Mitteilung im Briefkasten, dass ich etwas bei Zollamt abholen soll. Es konnte nur die Kapseln sein, und so war es auch. Nachdem ich das Päckchen vor Augen des Zollbeamten geöffnet und dieser die Packung in den Nebenraum zur Lagebesprechung mit einer Kollegin gebracht hatte, kehrte er zurück und eröffnete mir, dass er mir das leider nicht aushändigen dürfe, da es sich um Medikamente handle, die nicht eingeführt werden dürfen. Da ich nicht riskieren wollte, die anderen früheren Käufe zu rechtfertigen, sagte ich nicht, dass ich sowas schon öfters bestellt und erhalten hatte… und meine Ware wurde somit der Vernichtung übergeben, Warenwert: ca. 18 Euro.

16. Januar 2010

Tierliebe

Category: Dummheit,Gefährliche Tiere,Physische Schmerzen — jammermaier @ 12:21

Sieht so aus:

Sieger: Nero

Sieger: Nero

Ja, es tut so weh wie es aussieht… die vergrösserte Ansicht hilft beim Mitfühlen.

8. Januar 2010

IM KREIS FAHREN – IMMER WIEDER

Category: Kälte,Transport — schmoellerkoeller @ 12:33

Bis es dazu kam, gibt es allerdings ne kürzere Vorgeschichte. Ein Freund und ich sind ganz spontan zu einem schwedischen Möbelhaus nach Sindelfingen und anschließend in seine neue Wohnung gefahren. Mein Auto hatte ich in Plochingen auf dem Parkplatz eines großen Sportartikelmarktes abgestellt, damit er mich nicht bis ganz nach Hause zurück fahren muß.
Als der Einkauf und die Wohnungsbesichtigung beendet waren gings zurück zum Parkplatz. In der Zwischenzeit war das Auto natürlich schon zugefroren, so dass wir kräftig kratzen mußten. Bei einem Faltdach gefriert das Auto natürlich auch innen und so habe ich leider nur die Beifahrerseite des Autos aufgeschlossen, um dort das Eisspray und den Eiskratzer zu holen. Nachdem die Scheiben vom Eis befreit waren, steckte ich den Schlüssel ins Zündschloß und schaltete die Lüftung ein. Kurz danach dachte ich noch, den Schlüssel kannst du steckenlassen, mach nur die Tür zu. Tja, die Tür war dann auch zu, mitsamt dem Knöpfchen (wie war das offizielle Wort dafür nochmal?) und der Fahrertür.
Ein Anruf bei meiner Mutter war erfolgreich. Sie brachte mir den Ersatzschlüssel und meinen Bruder gleich mit. Das dauerte allerdings ca. 40 Minuten und wir standen also zu zweit auf besagtem Parkplatz und das Auto wurde immer kälter. So beschloss Herr D. aus E. mit seinem Auto im Kreis auf dem Parkplatz umherzufahren. Da das Auto natürlich mehr als einmal auskühlte, wiederholten wir diese Prozedur mehrere Male. Aber nicht ohne uns dabei schreckliche Geschichten zu erzählen und ohne Ende zu lachen.
Nach Ankunft meiner Mutter war das Auto zwar offen aber dafür die Batterie leer. Dafür sorgten wohl die laufende Lüftung und die herrschenden minus 10 Grad. Also wurden die Starterkabel ausgepackt. Es dauerte aber dann noch weitere 15 Minuten, bis der Motor zum Laufen kam, da man die Kabel verschieden anschließen kann. Nicht immer nur an die Batterie, sondern auch an die Masse.
In der Zwischenzeit hatten wir alle eiskalte Füße und Hände. Echt ekelhaft. Hoffe also, dass mir so ein Schlüsselsteckenlassen nie wieder passiert und wenn dann nur bei plus 30 Grad, aber auch nicht am Ende der Welt oder in gruseligen Ecken.
Am Ende bleibt mir nur noch eins: Danke zu sagen an meine Helfer.

18. Dezember 2009

Milka Tender ist ein tolles Weihnachtsgeschenk

Category: Allgemeines Jammern,Mitmenschen,Transport — jammermaier @ 12:48

Ich hasse meine Tankstelle. Also natürlich ist es nicht meine, sondern die, bei der ich gerne tanke, weil sie geschickt auf dem Weg liegt. Es hätte so schön sein können gestern. Ich komme dort an,  ein freundlicher Tankwart übernimmt das Tanken für mich und prüft mein Wasser, leert dann so ein Anti-Eis-Konzentrat rein und füllt Wasser auf. Er schaut sogar, ob er ein Scheibenwischerblatt für mich hat, da meines sich langsam ablöst. Leider gibt es dort für mein Automodell keine Scheibenwischerblätter, was ihm sehr leid tut. Er schaut sogar noch in der Werkstatt nach, ob er ein einzelnes rumliegen hat, ich brauche ja auch nur eins, aber leider ohne Erfolg. Ich gehe rein zur Kasse, während der nette Mann noch meine Scheiben putzt, er hängt sich voll rein. Und dann bin ich an der Kasse und alles ist wieder kaputt. Da ist er wieder, der Kassierer des Grauens. Dauernd will er einem etwas andrehen. Noch bevor ich meine Karten und die Tankwart-1-Euro-Service-Plakette hinlegen kann, fragt er: “Haben Sie Kinder zu Hause, möchten Sie einen Ferrari?”, und zeigt auf eine Reihe Spielzeugautos neben der Kasse. “Nein.” Ich reiche ihm mein ganzes Zeug. Er nimmt es, ist erst mal still. Ich gebe meine Geheimnummer ein. Dann, plötzlich: “Sie mögen doch bestimmt Milka Tender.” Er hält mir eine Familienpackung Milka Tender hin. Ich hasse Milka Tender und ich möchte es nicht kaufen. “Nein.” “Das schmeckt sehr gut.” “Ich mag das nicht.” “Das kann man sehr gut zu Weihnachten verschenken, es ist ein tolles Geschenk!” Ich denke: “?! Wtf?”, gebe auf und sammle meine Karten ein, die er mir wieder hingelegt hat. Einen hat er noch. “Mögen Sie lieber Snickers?” Ich schaue ihn entgeistert an. Ich kann nicht mehr, mein Widerstand ist gebrochen. Also sage ich verzweifelt: “Ja, aber nicht jetzt.” In Wahrheit will ich sagen, bitte lass mich in Ruhe, ich wollte doch nur tanken. Ich merke auch, dass meine Stimme schon ganz weinerlich ist. Zum Glück habe ich meine Sachen beisammen und kann flüchten. Der Mann ist völlig unbeeindruckt und wendet sich zum nächsten Kunden, um diesen zu quälen. Und er merkt es nicht mal.

14. Dezember 2009

dummheit – dummheit – dummheit

Category: Dummheit,Kälte,Selbstmitleid — schmoellerkoeller @ 18:44

Dieses Mal beschwere ich mich über mich selbst. Mal was neues. Wie kann man nur so dumm – blöd – doof – bescheuert – die Liste ist beliebig erweiterbar – sein und nochmal einen Winter in Deutschland verbringen??? Nehme mir jedes Jahr vor rechtzeitig vor dem Winter zu flüchten. Irgendwohin, wo es nicht weniger als 20 Grad hat. Tagsüber und nachts. Heute morgen ist mir auf dem Weg in die Tiefgarage, schlagartig klar geworden, dass ich es dieses Jahr wieder nicht geschafft habe und leider erst Ende Januar in die Wärme fliege. Das Thermometer zeigte minus (Betonung liegt auf minus) 4 Grad. Das ist schon mehr, als ich mir auch nur vorstellen möchte. Habe also meine Daunenjacke bis oben hin zugemacht, das Genick eingezogen und bin tapfer los. Um kurz vor 7 die Treppen runter und dann hat mich an der Haustür die Kälte erwischt. Wollte gar nicht weiter, aber ne Wahl hatte ich nicht wirklich. Also war ich schon total durchgefroren und hatte sämtliche Schimpfwörter und Flüche durch, als ich 50 Meter weiter ins Auto stieg. In so einer Tiefgarage zieht es dann auch noch um alle Ecken und Enden, das gibt einem den Rest. Als ich nach der Arbeit des weiteren das Glück hatte heimlaufen zu dürfen, habe ich vollends an mir gezweifelt. Mein Gesicht wurde starr, meine Ohren trotz Mütze eiskalt usw. Womit wir also wieder am Anfang bei meiner Frage wären…